Ehebruch & Scheidung

Warum eine Affäre nach der Trennung rechtlich doch noch wichtig sein kann

Der überraschende Punkt an solchen Fällen: Eine Trennung beendet nicht automatisch alle eherechtlichen Pflichten. Solange die Ehe rechtlich besteht, ist auch die eheliche Treuepflicht nicht einfach bedeutungslos.

Das ist für Betroffene oft kontraintuitiv. Emotional ist die Beziehung häufig längst vorbei. Juristisch kann das Verhalten nach der Trennung aber weiterhin eine Rolle spielen – besonders dann, wenn im Verfahren noch um das Verschulden gestritten wird.

Wer also meint, nach dem Auszug sei eine neue Beziehung für die Scheidung völlig irrelevant, liegt nicht immer richtig. Wenn die Gegenseite bestreitet, dass es eine Affäre gibt, und genau dieser Umstand für die Beurteilung von Verschulden oder Unterhaltsfolgen wesentlich ist, kann Beweissicherung zulässig und sinnvoll sein.

Detektiv in der Scheidung

Getrennt leben, aber noch verheiratet sein – genau in dieser Zwischenphase entstehen oft die teuersten Irrtümer. Viele glauben, eine neue Beziehung des anderen gehe nach dem Auszug niemanden mehr etwas an. Im Scheidungsverfahren kann sie trotzdem plötzlich über Verschulden, Ehegattenunterhalt und Geld entscheiden.

Regressierung von Detektivkosten bei einer Scheidung

In Österreich besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Detektivkosten im Zusammenhang mit einer Scheidung des untreuen Ehepartners oder unter Umständen auch von der dritten beteiligten Person zurückzufordern. Dieser Anspruch wird als Ersatz von Detektivkosten bezeichnet und kann insbesondere dann entstehen, wenn eine Detektei beauftragt wurde, um einen begründeten Verdacht auf Ehebruch oder eine andere schwerwiegende Verletzung ehelicher Pflichten aufzuklären.

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